Weihnachtsoratorium

Windsbacher Knabenchor

Martin Lehmann (Leitung)

Katja Stuber (Sopran), Rebecca Martin (Alt),

Patrick Grahl (Tenor), Martin Berner (Bass)

Akademie für alte Musik Berlin

TERMIN Fr 15.12.2017 – 19.30 Uhr – St. Gumbertus

Preise VVK € 59,- / 55,- / 51,- / 46,- / 25,- / 17,- Karten

Die Entstehungszeit von Bachs Werk liegt am Ende einiger glücklicher Jahre unter Rektor Johann Matthias Gesner, der Bach wohlgesinnt war und auch den längst überfälligen Umbau der Thomasschule veranlasst hatte. Gesner war übrigens vor seiner Leipziger Zeit Direktor des Gymnasiums in Ansbach, heute Gymnasium Carolinum. Die Uraufführung fand an den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtstag und Epiphanias statt.

Die Musik komponierte Bach nur zum Teil neu. Viele Chöre und Arien entnahm er zuvor entstandenen weltlichen Werken. Zum Beispiel kommt der Eingangschor «Jauchzet, frohlocket» direkt von gleicher Stelle der dramatischen Glückwunschkantate BWV 214 «Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!» (daher die entsprechende Einsatzfolge von Pauken und danach Trompeten). Bei der Bassarie Nr. 8 «Großer Herr und starker König» handelt es sich um die fast vollständig übernommene Bassarie Nr. 7 «Kron‘ und Preis» aus derselben Kantate (der Gesangspart wurde nur in einem Takt geändert). Ebenso wurden aus BWV 214 die Arie Nr. 5 und der Chor Nr. 9 verwendet. Wahrscheinlich hatte Bach bei der Komposition der Vorlagen die künftige Verwendung schon im Blick, da die aufwendigen, aber einmaligen Gelegenheitswerke nicht wiederaufgeführt werden konnten.

Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium BWV 248
Kantaten I-III