Kompanie Handmaids (Berlin)

Salome

nach Oscar Wilde

Eine Marmorterrasse im Jahre 28 unserer Zeitrechnung, der Mond, ein brudermordender, lüsterner König, eine verbitterte Ehefrau und ein Prophet in einer Zisterne. Und mittendrin Salome, Tochter der Herodias, Prinzessin von Judäa, auch genannt «Kindfrau, Femme fatal, Jeanne d‘Arc für eine Nacht und Antiken-Lolita». Aber wer ist sie wirklich? Wir tauchen auf und zugleich ab in Salomes papiernes Universum. Herrscher werden zusammengefaltet und Königreiche zerrissen. Wir stellen die Prophetenfrage und den Propheten Fragen. Wir wollen wissen, was in den geheimsten Schriften jener Frau steht, die die Bibel überlebte, unzählige Gemälde ziert und in jedem dritten Nachtclub tanzt.

Salome – eine Freidenkerin, die sich aus den Fesseln der männlichen Ordnung mittels ihrer weiblichen Machtwerkzeuge befreit und zu einem autonomen Wesen macht – eine Schöpfung der Selbstbestimmung. Die Geschichte Salomes als kraftvollen, selbstbestimmten Akt der Entmachtung des bestehenden Systems, als emanzipatorisches Bestreben nach einem Zugewinn an Freiheit und Gleichheit – Gleichheit als Recht, so zu handeln und zu fordern, wie es andere tun. Gleich und gleichberechtigt zu sein.

SPIEL Astrid Kjær, Jensen Sabine Mittelhammer, Ulrike Langenbein
REGIE Astrid Griesbach
AUSSTATTUNG Verena Waldmüller
MUSIK Florian Hawemann
PRODUKTIONSLEITUNG ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

TERMIN Fr 10.11.2017 – 19.30 Uhr – Theater hinterm Eisernen
SPIELDAUER  75 Minuten

FV € 15,- / 8,-