Ferdinand von Schirach

Terror

Schauspiel

Ein Terrorist hat ein Flugzeug unter Kontrolle gebracht und angekündigt, in ein vollbesetztes Fußballstadion zu fliegen. Die deutsche Luftwaffe ist schnell zur Stelle und versucht, die Tat zu verhindern. Doch auf Abdrängversuche und Warnschuss reagiert der Entführer nicht, weitere Nachrichten dringen nicht aus dem Flugzeug. Der Verteidigungsminister gibt, einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts folgend, das Flugzeug nicht zum Abschuss frei. Der Flugzeugpilot des Abfangjägers entscheidet selbst. Er opfert 164 Passagiere, um 70.000 Stadionbesucher zu retten.

Nun steht er vor Gericht. Die Anklage lautet: Mord in 164 Fällen. Das Stück ist eine Gerichtsverhandlung und die Zuschauer müssen entscheiden. Sie werden zu Schöffen, die am Ende der Verhandlung abstimmen. Ist der Pilot ein Mörder? Dürfen wir Unschuldige töten, um andere Unschuldige zu retten? Ist es eine Frage der Zahl? Was gilt mehr, Menschenleben oder Menschenwürde?

Ferdinand von Schirach ist Strafverteidiger und Autor. Mit seinem ersten Ausflug zur Bühnenliteratur gelingt ihm auf Anhieb ein Stück, das ganz Deutschland bewegt. Das Theater Ansbach begibt sich für dieses Stück an einen authentischen Spielort: Das Landgericht an der Ansbacher Promenade.

Die Wahrheit ist keine Frage der Argumentation.

Vorsitzender Richter in Terror

Hier finden Sie die Abstimmungsstatistik aller „Terror“-Inszenierungen.

Inszenierung Paul Sonderegger
Bühne und Kostüme Ulrike Schörghofer

Premiere Fr 7.4.2017 – 19.30 Uhr – Landgericht Ansbach

Besetzung 

Vorsitzender Gerald Leiß
Lars Koch, Angeklagter Valentin Bartzsch
Biegler, Verteidiger Andreas C. Meyer
Nelson, Staatsanwältin Sophie Weikert
Christian Lauterbach Dave Wilcox
Franziska Meiser Anna Mariani
Protokollführerin Paula Linke

TERMINE

Do 06.07.2017 - 10.00 Uhr Theater Ansbach - Großes Haus
Mo 17.07.2017 - 09.30 Uhr Theater Ansbach - Großes Haus

Zusatzangebote

Theatermenschen im Dialog So 2.4.2017 – 11.00 Uhr – Foyer

Theaterpredigt So 30.4.2017 – 11.00 Uhr – Kapelle der Augustana-Hochschule Neuendettelsau