Friederike Köpf nach Richard Wagner

Der fliegende Holländer

Uraufführung

Zu ewigem Leben und Irrfahrt verflucht, segelt der Fliegende Holländer über die Weltmeere und verbreitet mit seinen blutroten Segeln Angst und Schrecken unter den Seeleuten. Auf der Suche nach Vergebung für seine schrecklichen Taten liegt seine einzige Chance auf Erlösung in der bedingungslosen Liebe einer Frau. Nur alle sieben Jahre darf er deswegen das Festland betreten. Als diese Frist wieder einmal verstrichen ist, begegnet er Senta und die Rettung scheint zum Greifen nah.

In ihrer zweiten Auftragsarbeit für das Theater Ansbach entspinnt Friederike Köpf nach Ideen und Konzepten von Susanne Schulz aus der Legende vom „Fliegenden Holländer“ und Richard Wagners Oper ein neues Stück über den Fluch der Unsterblichkeit im Sturm der Zeit. Dabei verzahnt sie Zeitebenen vom 16. bis ins 21. Jahrhundert und schlägt so eine Brücke von den Ursprüngen des Mythos bis heute. In düsterer Atmosphäre und zu den berühmten Klängen Wagners treten nicht nur die Figuren aus seiner Oper, sondern auch Akteure aus seinem Leben und Nachleben auf und vermengen sich mit den Stimmen derer, die auf See den Tod gefunden haben. Die Opfer von Unglücken, Überfällen, Schlachten und Vernichtung – von der Kaperung der spanischen Flotte 1628 über die Versenkung der Cap Arkona 1945 hin zu den „Boatpeople“ auf dem Mittelmeer unserer Zeit – klagen gegen diejenigen, die ihren Tod verschuldet haben, und gegen das Vergessen an.

 

Die Großherzigkeit ist untrennbar verbunden mit einer Art Freiheit oder Selbstbeherrschung.

André Comte-Sponville

Inszenierung Susanne Schulz
Bühne und Kostüme Jan Hax Halama
Musikalische Leitung, Bearbeitung & Pianist Hartmut Scheyhing
Choreographische Mitarbeit Claudia Dölker
Musikdramaturgische Beratung Verena Streitenberg
Dramaturgie Eva-Maria Trütschel

Premiere Sa 14.10.2017 – 19.30 Uhr – Großes Haus

TERMINE

Zusatzangebote

Theatermenschen im Dialog So 8.10.2017 – 11.00 Uhr – Foyer
Publikumsgespräch Mi 18.10.2017 – im Anschluss an die Vorstellung – Foyer