Friedrich Schiller

Kabale und Liebe

Ein bürgerliches Trauerspiel

Ferdinand liebt Luise und Luise liebt Ferdinand. Doch sie stammt als Tochter des Stadtmusikanten Miller aus einer bürgerlichen Familie, er gehört dem Adel an. Eine Liebe über Standesgrenzen hinweg ist undenkbar. Ferdinands Vater, Präsident von Walter, will die beiden auseinanderbringen. Und er plant eine Hochzeit seines Sohnes mit Lady Milford, der Mätresse des Herzogs, um seinen eigenen Machteinfluss bei Hofe zu vergrößern. Doch Ferdinand will von seiner großen Liebe Luise nicht lassen. Gemeinsam mit dem intriganten Sekretär Wurm, der Luise für sich gewinnen will, plant der Präsident eine heimtückische Intrige, um die jungen Liebenden zu entzweien.
Friedrich Schillers Drama, eines der prominentesten literarischen Beispiele des Sturm und Drang, ist mehr als nur eine Liebestragödie. Es zeigt, wie Menschenleben im Zusammenstoß zwischen den alten Machtinteressen des Adels und der wachsenden Selbstbestimmung des Bürgertums zerstört werden. In der Inszenierung von Susanne Schulz singen die Schauspieler historische Volks- und Kunstlieder aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. Diese fügen der Sprengkraft der schillerschen Sprache eine weitere Dimension hinzu und verleihen den Charakteren eine psychologische Tiefe. In den Liedern offenbaren die Figuren ihre verborgenen Gefühle und Motive. Sie künden von Liebe, Verrat und großer Sehnsucht – auch der nach einer besseren Welt.

Die Liebe interessiert jeden über alles. Und überhaupt, warum ist ein Thema denn interessant, wenn nicht aufgrund der Liebe, mit der man an es herangeht oder die man zu finden hofft?

André Comte-Sponville

Inszenierung Susanne Schulz
Bühne und Kostüme Jan Hax Halama
Musikalische Leitung Hartmut Scheyhing

Premiere Sa 24.2.2018 – 19.30 Uhr – Großes Haus

TERMINE

Zusatzangebote

Theatermenschen im Dialog So 18.2.2018 – 11.00 Uhr – Foyer
Publikumsgespräch Do 1.3.2018 – im Anschluss an die Vorstellung – Foyer
Theaterpredigt So 11.3.2018 – 10.30 Uhr- St. Gumbertus