Theater Ansbach – Kultur am Schloss
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Theater

Einszweiundzwanzig vor dem Ende

von Matthieu Delaporte
Deutsch von Georg Holzer

Regie: Bartholomäus Pakulski
Bühne und Kostüm: Theresa Rohrberg

 

Premiere
17.10.2026,
19.30 Uhr,
Bühne Eyber Straße

Im Anschluss an die Premiere findet eine Premierenfeier statt.

Aufführungsrechte: Theaterverlag DESCH

Dauer: ca. 130 Minuten, keine Pause

In dieser absurden und urkomischen Komödie des französischen Schriftstellers Matthieu Delaporte kommt es zu einem rasanten Wortgefecht auf Leben und Tod. Ein Stück, das nur so trieft vor schwarzem Humor und irrwitziger Situationskomik. Es gibt nichts mehr, das ihn hält. Bernhard ist vom Leben enttäuscht und plant, sich selbst umzubringen. Doch als plötzlich der Tod höchstpersönlich vor seiner Tür steht, beginnt er, an seiner Entscheidung zu zweifeln. Zu allem Überfluss stellt sich auch noch heraus, dass der Tod nicht wirklich weiß, was er tut und mit seiner Aufgabe heillos überfordert ist. Es entspinnt sich ein intelligenter und gleichermaßen witziger Dialog zwischen den beiden, als Bernard beginnt, die wenige Zeit, die ihm bleibt, zu nutzen und um sein Leben zu feilschen. Die dunkelhumorige, französische Komödie Einszweiundzwanzig vor dem Ende ist ein Stück voller amüsanter Missverständnisse, in dem nichts ist wie es scheint. Matthieu Delaporte gelingt es, existenzielle Themen wie Depression und Einsamkeit mit einer erstaunlichen Leichtigkeit und Frische zu einem zentralen Teil der Handlung dieses originellen Theaterstücks zu machen.

mit:
Beatrice Boca, Matias Lavall, Pia von der Assen

VVK 32 / 25 / 16 Euro (Abendkasse + 1 Euro)

Karten

„Alles eine Frage der Dosierung. Man kann „Einszweiundzwanzig vor dem Ende“ als schwarze Komödie lesen, deren Leichtigkeit ein wenig mit existenziellen Fragen beschwert ist. In Bartholomäus Pakulskis Ansbacher Inszenierung sind die Verhältnisse eher andersherum. (…) Im Stück selbst besucht der Tod dann persönlich den Lebensmüden, um ihn mitzunehmen. Der aber erkennt ihn nicht, woraus sich pointierte Dialoge ergeben, aber auch Bernhards Einsamkeit zur Sprache kommt. (…) Bartholomäus Pakulski promoviert Delaportes Dialogstück mit lakonischem Humor zu einer metaphysischen Komödie über Liebeskummer, Depression, Einsamkeit, die Kraft des Gesprächs und Liebe und gibt ihr einen Dreh ins Artifizielle. (…) Pia von der Assen packt die Emotionen ihrer Figur in die Chansons und gibt ihrer Figur durchs stumme Spiel Profil und Präsenz. Der Tod ist in Ansbach halb subalterner Beamter, halb Punk. Beatrice Boca verleiht ihm etwas Unheimliches und Selbstbewusstes, was aber schnell in sich zusammenfallen kann, wenn etwa Ausbilder Karlheinz anruft. Boca fällt dann in bayerischen Dialekt. Matias Lavall spielt Bernhard mit einer Mischung aus Begriffsstutzigkeit, Schüchternheit, Resignation und Sonnyboy-Charme – ein Herbert Herrmann für die 2020er-Jahre.“, FLZ, 18.10.2026