von Janne Teller
Regie: Chiara Hunski
Bühne und Kostüm: Johanna Bajohr
Premiere
14.10.2026
20 Uhr
Kleines Haus
Im Anschluss an die Premiere findet im Foyer eine Premierenfeier statt.
Für Jugendliche ab 12 Jahren.
Für Schulen als Klassenzimmerstück buchbar.
Dauer: 45 Minuten, keine Pause
Was wäre, wenn du aus deiner Heimat fliehen und in einem fremden Land neu anfangen müsstest? Ganz ohne die Landessprache zu verstehen, ohne Arbeit, Familie und Freunde bei null anfangen. Geht das überhaupt? Ein junger Mann flieht vor einem Krieg in Europa und strandet schließlich in einem Flüchtlingslager in Ägypten. Ohne Aufenthaltsgenehmigung gelingt es ihm jedoch nicht, eine Zukunftsperspektive zu entwickeln, da ihm der Zugang zu Arbeit und Bildung versagt bleibt. Das unangenehme Gefühl, nirgendwo dazuzugehören und nicht mehr zurück zu können, ergreift mehr und mehr Besitz von ihm. Kann er dieses Gefühl aus eigener Kraft überwinden und gelingt es ihm, in diesem fremden Land wahrhaftig anzukommen?
Das Klassenzimmerstück Krieg ist ein faszinierendes Gedankenexperiment, das die Rollen rund um die Themen Integration und Flucht vollständig auf den Kopf stellt. Bei diesem Stück handelt es sich um eine mobile Theaterproduktion, die gezielt für Schulklassen entwickelt wurde und sich an Jugendliche ab 12 Jahren richtet. Auf Anfrage bringt das Theater dieses einzigartige Erlebnis direkt zu Ihnen.
Mit: Leontine Dick
VVK 22 Euro (erm. 10 Euro)
(Abendkasse + 1 Euro)
„Das neue Klassenzimmerstück des Theater Ansbach geht unter die Haut. (…) Chiara Hunski illustriert den Text mit wenigen Mitteln. Ventilatoren, Fotos von Einschlägen, aschgrau wirbelnde Papierstreifen, schwarze Tücher für die Zelte – Chiffren für die Bilder der Wirklichkeit. Leontine Dick interpretiert den Text so, dass jeder Satz einen trifft. Halb erzählt sie aus sicherer Distanz in der Du-Perspektive. Halb ist sie das Du, der Junge des Textes, ein Mädchen, ein Mensch. Man hört die Erschütterung, spürt den Verlust, die Sehnsucht nach dem Zuhause. Und stärker als vor einem Vierteljahrhundert warnt der Essay nun davor, dass liberale Demokratien gefährdet sind. Die Angst, dass sie zerstört werden, ist längst real.“ FLZ, 16.10.2026