Theater Ansbach – Kultur am Schloss
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Theater

Adolf – der Bonker

nach dem Comic von Walter Moers

von Walter Moers
Bühnenfassung: Moritz Koch
Regie: Robert Arnold
Bühne, Kostüm: Tame Priwitzer
Musik: Johanna Dörr

 

Premiere
8.11.2025,
20 Uhr,
Kleines Haus

Dauer: ca. 80 Minuten, keine Pause

Aufführungsrechte: Drei Masken Verlag GmbH München

Es sind die letzten Tage im Krieg. Adolf Hitler verschanzt sich in seinem „Bonker“, mit ihm sein treuer Hund Blondi, eine Flasche Chantré spendet ihm Trost ob des scheiternden Krieges. Immer wieder wird sein tristes Dasein als Kriegsverlierer und Massenmörder durch Telefonstreiche seines Erzrivalen Winston Churchill durchbrochen, der sich wahlweise als Playboy-Journalist, den Papst oder Günter Jauch ausgibt. Außerdem klingelt es immer wieder an der Tür und Eva Braun, Michael Jackson oder Gott wollen mit ihm reden – oder sind das alles etwa Verkleidungen?

Walter Moers‘ Karikatur von Adolf Hitler entstand bereits 1997 und erlangte mit der Zeit internationale Berühmtheit. Der Videoclip „Ich hock in meinem Bonker“, der den Diktator, sich vor dem Krieg versteckend, planschend in der Badewanne zeigt, wurde fast sieben Millionen Mal angesehen und hat Ohrwurmpotential.

Der dritte Teil der Adolf-Bände wurde von Moritz Nikolaus Koch für die Bühne bearbeitet und feierte 2021 in Hildesheim Premiere.

mit:
Johanna Dörr, Christine Mertens

VVK 20 Euro (Abendkasse + 1 Euro)

Karten

„(…) Es ist ein schräges Stück im wahrsten Sinne des Wortes: Sogar die Bühne befindet sich in Schieflage, gekonnt gestaltet von Tame Priwitzer. (…) schließlich fußt das Stück auf einem Comic von Walter Moers. Dieser ist seinerseits für ziemlich schräge Charaktere bekannt, darunter das kleine Arschloch, Käpt’n Blaubär, der alte Sack oder eben Adolf, die Nazisau. (…) In Theaterstücken spielen noch immer reale Menschen. Und das tun sie manchmal sogar sehr gut, wie Christine Mertens hier als Adolf unter Beweis stellt. (…) und schlüpft neben der Hauptfigur in weitere Rollen: Eva Braun, Hermann Göring, Mahatma Gandhi, Benito Mussolini. (…)  Christine Mertens stellt dies so intensiv dar, dass die Figuren zu eigenständigem Leben erwachen. Ihr zur Seite der treue Hund Blondi, (…) spielt Blockflöte – letzteres sogar ausgesprochen gut. Sie wird zum Taktgeber, lässt das Telefon klingeln, bietet passende Hintergrundmusik, fiept an wichtiger Stelle. Ein äußerst begabter Hund, den Johanna Dörr gelungen gibt, ohne zu überzeichnen. (…) Und dann sind da natürlich noch die Zitate, so wie es Moers auch gerne tut. Allen voran Charlie Chaplin, dessen meisterliche Hitler-Parodie in seinem „Der große Diktator“ noch während der Kriegsjahre entstand. (…) Man kann über so manches lachen, weil die Inszenierung passgenau sitzt (…).“ FLZ, 10.11.2025

 

Zur kompletten Kritik gelangen Sie hier: „Adolf – Der Bonker“: ein schräges Hitler-Stück am Theater Ansbach | FLZ.de