Theater Ansbach – Kultur am Schloss
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Kinder- und Jugendtheater

Das Heimatkleid

von Kirsten Fuchs

Regie:
Robert Arnold

Kostüm:
Christina Wachendorff

Gefördert von „Wir gegen Jugendkriminalität e.V.“

 

Für Schulen als Klassenzimmerstück buchbar.

Claire übernimmt nicht nur die Wohnung ihrer Schwester Luise, als diese zum Studieren in die USA geht, sie steigt auch kurzerhand in deren erfolgreichem Mode-Vlog ein. Ihr erstes Interview führt sie mit der Gründerin des Labels „Heimatkleid“. Hier wird junge, regionale und nachhaltige Mode vertrieben. Fair produziert und auch noch chic. Ein löblicher und in Clairs Augen richtiger Ansatz, doch da schallte es plötzlich von Draußen „Nazis raus!“ und Farbbeutel fliegen gegen das Schaufenster. Und dann irritiert auch noch Clairs neuer Nachbar Tom. Er ist attraktiv, sympathisch und Claire fühlt sich durchaus zu ihm hingezogen. Und politisch aktiv ist er auch noch, in einer neuen Partei, doch er behauptet immer wieder Dinge, von denen Claire weiß, dass sie so nicht stimmen. Ohne, dass sie es merkt rutscht sie so mehr und mehr in den Dunstkreis rechtspopulistischer Akteure und Gedanken.

Der Monolog Das Heimatkleid von Kirsten Fuchs schält die Wirkung scheinbar harmlos wirkender rechter Parolen im Alltag heraus. Die Protagonistin Claire wird zur Grenzgängerin der Argumente zwischen Toleranz, Meinungsfreiheit und rechtem Denken und erfährt am eigenen Leib die Gefahren einer Radikalisierung inmitten unserer Gesellschaft.

Kirsten Fuchs, 1977 in Karl-Marx-Stadt geboren, schreibt Kinder- und Jugendromane, sowie Theaterstücke für junges Publikum. Sie ist Preisträgerin des Open Mike- Literaturwettbewerbes, des Deutschen Jugendliteraturpreises, des Berliner Kindertheaterpreises und des Brüder-Grimm-Preises. Von 2002-2005 war sie Autorin einer taz-Kolumne. Ihr Monolog Das Heimatkleid kam 2017 zur Uraufführung am renommierten Berliner GRIPS Theater.

Mit: Sophie Weikert

VVK 20/10 Euro (Abendkasse + 1 Euro)

Karten

„Es ist ein weiteres starkes Stück (…) „Das Heimatkleid“ ist in dieser Inszenierung auf doppelte Art ergiebig: wegen des Textes an sich, der ungezählte Ansatzpunkte bietet, sich mit ihm und seinen Figuren auseinanderzusetzen. Und wegen Arnolds Inszenierung, ihrer Produktionsästhetik. (…) (Sophie Weikert) schickt ihre Charaktere auf eine rasante Fahrt auf der Gefühlsachterbahn. Und sie treibt ihre Figuren kalkuliert bis in die Karikatur, kann sie aber auch ganz realistisch zurücknehmen, leise und intensiv werden lassen.“ FLZ, Thomas Wirth, 19.3.2022