Die Wanze
von Karin Eppler nach dem Roman von Paul Shipton
Die Wanzevon Karin Eppler nach dem Roman von Paul Shipton
Regie, Bühne und Kostüm: Caroline Ghanipour
Premiere
25.4.2026,
20 Uhr,
Kleines Haus
Dauer: 65 Minuten, keine Pause
im Anschluss an die Premiere findet im Foyer eine Premierenfeier statt, organisiert vom Förderverein des Theaters.
Aufführungsrechte: S. Fischer Verlag GmbH
„Ich stecke wieder genau da, wo ich mich bestens auskenne – in großen, großen Schwierigkeiten.“ Für den lässigen Privatermittler Muldoon ist kein Fall zu komplex, kein Mysterium zu verwirrend. Der raubeinige Ermittler, der vielleicht an einen Detektiv aus einem Film Noir erinnert, muss sich jedoch nicht in einem Großstadtdschungel durchschlagen, stattdessen ermittelt Muldoon in einem kleinen Vorgarten. Bei dem von allen “Wanze” genannten Ermittler handelt es sich schließlich um einen Käfer, der sich mit Autoritätsfiguren anlegt, die weit über ihm in der Nahrungskette stehen.
Auf der Suche nach einer verschwundenen Ameise gerät Muldoon in ein Netz aus Intrigen, das ihn vor ungeahnte moralische Dilemma stellt. Und so wird der Insektenkrimi zum Metaphern-Abend, der Themen wie Umweltverbrechen und Kollektivismus aufgreift. Selbst der mit allen Wassern gewaschene Muldoon muss mit Bedacht auftreten, wenn er diesen Fall lösen möchte und am Ende mit dem Leben davonkommen will. Dieser packende Kriminalfall entführt nicht nur die arme Ameise Clarissa, sondern auch das Publikum in eine Welt voller Insekten und Intrigen.
mit:
Niklas Schüler, Frank Siebenschuh
VVK 20 Euro (Abendkasse + 1 Euro)
Karten„Im Stil erinnernd an die schwarze Reihe mit Helden wie Privatermittler Philip Marlowe ist das skurrile Geschehen um Muldoon gestaffelt, der sich „die Wanze” nennt, aber eigentlich ein Käfer ist. Frank Siebenschuh spielt den umtriebigen Privatschnüffler mit Hingabe, aber auch verhaltener Ironie und Zweideutigkeit. (…) Was sich da Bühne als wildes Insektengekrabbel entfaltet, ist natürlich nicht ganz wörtlich zu nehmen: ein wenig Fabel, ein wenig Gregor Samsa, ein wenig orwellscher Aufstand der Tiere – dies alles wird hier zu einer Parabel über sehr menschliche Verhaltensweisen. (…) Neben Frank Siebenschuh verkörpert Niklas Schüler das surrende Begleitpersonal des Stücks. Wandlungsfähig, originell, temperamentvoll ist er nicht nur in verschiedenen Ameisenrollen aktiv, sondern auch als Wespe, Regenwurm oder TV-Kommentator tätig. Es wimmelt also gewaltig. (…) Die Inszenierung von Caroline Ghanipour, die auch das Küchen-Bühnenbild und die Kostüme entworfen hat, ist dicht, voller Anspielungen – darunter auch James Bond – und reichlich absurd. In dieser Version erweist sie sich tatsächlich als tragfähiges Abendstück, in das sich trotz allem vordergründigen Schabernacks viel hineinlesen lässt.“ FLZ, 27.4.2026
Hier geht´s zur kompletten Kritik: Krimi-Parabel mit Tempo und Witz: „Die Wanze” am Theater Ansbach | FLZ.de