Theater Ansbach – Kultur am Schloss
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Theater

Kleiner Mann – was nun?

von Tankred Dorst, Peter Zadek nach Hans Fallada

Regie: Robert Arnold
Bühne, Kostüm: Christina Wachendorff
Musik: Martin Geisen
Musikalische Einstudierung: Ulrike Koch

 

Premiere
21.2.2026,
19:30 Uhr,
Theater hinterm Eisernen

Dauer: 2 Std. 40 Min. inklusive einer Pause

Der kleine Mann, Johannes Pinneberg, sucht 1930 seinen Platz in der Gesellschaft. Doch die Weimarer Republik ist ein hartes Pflaster und allmählich verschlingt die Weltwirtschaftskrise die Träume und Wünsche der kleinen Leute. Zwischen Eheglück, drohender Arbeitslosigkeit und unter dem Schatten des aufziehenden Nationalsozialismus erleben die werdenden Eltern Johannes Pinneberg und seine Frau Emma “Lämmchen” Mörschel die höchsten Höhen und die tiefsten Tiefen.

Autor Hans Fallada schreibt von den Sorgen und Wünschen eines Mannes, der nur einer von sechs Millionen ist. Er erzählt, wie er selbst sagt, von einem Niemand und darüber, was dieser Niemand fühlt und denkt. Dadurch rückt er den vermeintlich Ersetzbaren ins Rampenlicht und zeigt, wie erbarmungslos die Leistungsgesellschaft die Pinnebergs dieser Welt ausnutzt. Die Musik von Erwin Bootz, welche sprichwörtlich die Fassade der heilen Welt vorspielt, gibt dem Stück über den kleinen Mann eine besondere Tragikomik.

Der Roman Kleiner Mann – was nun? erschien 1932 und ist seitdem ein zeitloser Klassiker der deutschen Literatur, der sich besonders heute erschreckend aktuell anfühlt.

mit:
Nicole Schneider ,Katja Schumann, Sophie Weikert, Anna Woll; Martin Geisen, Niklas Schüler

sowie vom Stadtensemble:
Jutta Mack, Doris Püttner, Silvia Gabriele Schäuble; Jochen Ackermann, Alexander Schumann

VVK 29 / 23 / 15  Euro (Abendkasse + 1 Euro)

Karten

„Johannes Pinneberg hat komisches Gepäck. Sein Koffer krabbelt auf allen Vieren herein. Stehlampen können laufen und sitzen. (…) Und die Mietswohnung ist so schachtelklein, dass buckeln muss, wer in ihr stehen will: Wer glaubt, „Kleiner Mann – was nun?” zu kennen, sieht ihn am Theater Ansbach neu.

Robert Arnold (…) hat Hans Falladas Bestsellerroman von 1932 in einer gekürzten Fassung mit Musik auf die Bühne gebracht. (…) Erwin Bootz, der Pianist der Comedian Harmonists, hatte seinerzeit die Nummern komponiert. (…) . Am Theater Ansbach wird auch Musik gemacht, aber anders, was heißt: nach Art des Hauses, also mit einem großen Faible fürs Groteske. (…) . Die Bewegungen sind wie abgezirkelt choreografiert und überzeichnet, (…) Nebenfiguren werden zu Karikaturen. Hier sprechen sie auch chorisch wie in einer antiken Tragödie. Nur sind es nicht Götter, die Johannes Pinneberg und seine schwangere Frau Emma verfolgen. Die entfesselten Kräfte des Marktes drücken sie nieder.“ FLZ, 23.2.2026