Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,

wir bedanken uns herzlich für eine erste gemeinsame spannende Saison. Sie haben uns ermutigt durch Ihren Zuspruch, erfreut durch Ihren Applaus, angeregt durch Ihre Kritik.

Wir wünschen Ihnen erholsame Ferien und freuen uns auf ein Wiedersehen im Theater ab Ende August mit „Casanova und die Kunst der Verführung“, „Ich will meine Seele tauchen“ und „Tote wissen mehr“!

Wenn Sie uns vermissen, besuchen Sie doch unser Kino und das Sommernachtskino im Schlosshof.

Die Theaterkasse hat während des Sommers zu den gewohnten Zeiten für Sie geöffnet.

Ihr
Theater Ansbach

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In unmittelbarer Nähe zum Theater Ansbach wird 1833 Kaspar Hauser mit einem Messer erstochen. Es ist ein politischer Meuchelmord. Am Sonntag kommt unsere Inszenierung „Tote wissen mehr. Tatort Ansbach“ zur Uraufführung. Das fremde, das verlassene, das einsame Kind Europas, Kaspar Hauser, fällt einem Verbrechen zum Opfer. Die Tat wirkt in Form von Anfeindungen und Verleumdungen durch die Jahrzehnte bis heute weiter. Warum wirken diese Kräfte? Wir gehen der Sache nach – mit den Mitteln des Theaters. Mit der Haltung der Empathie.

Am 18.07.2016 attackiert ein 17jähriger Afghane Reisende einer Regionalbahn mit Axt und Messer. Er wird von der Polizei erschossen. Am 22.07.2016 erschießt ein 18jähriger Deutsch-Iraner in einem Amoklauf Besucher eines Einkaufszentrums in München, dann sich selbst. Am Nachmittag des 24.07.2016 tötet ein 21jähriger Syrer mit einem Messer eine Frau und verletzt mehrere Menschen in der Innenstadt von Reutlingen. Er selbst wird von einem Auto angefahren. Am Abend des 24.07.2016 verübt ein 27jähriger Selbstmordattentäter aus Syrien in unmittelbarer Nähe zum Theater Ansbach, wenige Stunden nach unserer Einführungsmatinee zur Uraufführung des Hauser-Stückes, einen Sprengstoffanschlag auf Zuschauer eines Open Air Konzertes.

Es sind 183 Jahre vergangen.

Wir Theaterleute werden nicht aufhören, die Kraft der Kultur dafür zu verwenden, den Ursachen von Einsamkeit, Verlassenheit, Wut, Aggression, Trauer, Anfeindung und Ausgrenzung nachzugehen und ihnen Visionen einer besseren Welt entgegenzusetzen.
Wir werden weiterhin mutig die Wucht des Theaters der Rohheit der Gewalt entgegenstellen. Wir werden nicht aufhören, mit unserer Kulturtechnik den Menschen den Zugang zur Empathie zu ermöglichen.

Unsere Premiere wird stattfinden: als Zeichen für ein friedliches Zusammenleben, als Aufruf zu Liebe und Toleranz und als Gedenken an die Opfer.

Ihre

Susanne Schulz

Intendantin

Bobbi Michele (Sophie Weikert), Barney Silberman (Gerald Leiß)

Der Theatersonntag

Theater am Nachmittag

Ab dieser Spielzeit spielen wir für Sie an ausgewählten Sonntagen schon um 15.00 Uhr:
Am So 31. Januar um 15:00 Uhr – Der letzte der feurigen Liebhaber

Sichern Sie sich gleich Ihre Karten.

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